Produkte der Druckerei Strangfeld | Buch
09. Februar 2017

Biographie des ehemaligen Fußball-Profis Peter Enders bei „Strangfeld Druck“

Varenholzer Hans-Ulrich Krause (65) erfüllte sich Traum und schrieb ein Buch

von links: Jörg Strangfeld, Peter Enders (Ex-Bundesligaspieler), Anja Schaksmeier, Hans-Ulrich Krause (Autor), Rainer Wangemann

Biographie über ehemaligen Bundesliga-Profi aus Berlin, der in Herford eine neue Heimat fand / Ex-Herthaner wurde Meister von Südafrika und war auch in Amerika am Ball

Der frühere Sportjournalist Hans-Ulrich Krause (65) aus Varenholz hat sich einen Traum erfüllt und ein Buch geschrieben. Es behandelt die Lebensgeschichte des ehemaligen Fußball-Profis Peter Enders (68). Diese Biographie wurde bei „Strangfeld Druck“ erstellt; eine große Hilfe dabei war der dort angestellte Rainer Wangemann.

Peter Enders ist gebürtiger Berliner. Er spielte in der Fußball-Bundesliga für Hertha BSC und Kickers Offenbach. Insgesamt 137mal. Weitere Stationen seiner zwölfjährigen Profi-Laufbahn waren zwischen 1967 und 1979 FC Durban City in Südafrika (dort wurde er Landesmeister), Oakland Stompers in Amerika, SC Herford und Arminia Hannover in der 2. Liga Nord. Als Amateur spielte er zwischen 1981 und 1984 für den SuS Vlotho-Winterberg.

Zwei Bundesligaspiele ragen bei Peter Enders fraglos heraus: das Zuschauer-Rekordspiel 1969 in Berlin vor rund 90.000 Fans gegen den 1. FC Köln, und der 6:0-Kantersieg mit den Offenbacher Kickers 1974 gegen den FC Bayern München (mit allen frischgebackenen Weltmeistern um Beckenbauer, Maier und Müller angetreten). 1971 gab es schließlich auch noch jenes mit 0:1 verlorene Spiel von Hertha BSC Berlin gegen Arminia Bielefeld, das anderntags – mit weiteren Partien – den Bundesligaskandal auslöste. Peter Enders erklärt dazu in diesem Buch, dass dieses Spiel nicht manipuliert war. Er berichtet, was vor und nach diesem Match gegen die Ostwestfalen in Berlin passiert ist. 250.000 Mark wechselten nach der Begegnung den Besitzer; jeder Herthaner bekam 15.000 Mark in Tausendmarkscheinen.

Peter Enders erzählt in diesem Buch anschaulich über seine prominenten Trainer Helmut Kronsbein, Gyula Lorant, Otto Rehhagel und „Tschik“ Cajkovski. Peter Enders hatte auch prominente Mit- und Gegenspieler. Zu Erstgenannten zählten die Hertha-Nationalspieler Erich Beer, Bernd Patzke und Torwart Volkmar Groß, bei Offenbach waren Gernot Rohr (Sportfreundschaft seit 1975), Erwin Kostedde, „Siggi“ Held und Winfried Schäfer bekannteste Mitstreiter. Selbst gespielt hat Enders u.a. gegen Uwe Seeler, Gerd Müller, Heinz Flohe, Lothar Emmerich, Willi („Ente“) Lippens, Jürgen Grabowski, Wolfgang Overath oder in der 2. Liga mit Herford gegen Arminia Bielefelds Ewald Lienen.

Das Buch ist auch eine Zeitreise durchs eingemauerte Berlin, die Apartheid in Südafrika und ins Amerika der 70-er Jahre, als dort Fußball durch Stars wie Franz Beckenbauer, Pelé oder Gordon Banks populär gemacht werden sollte. Enders und seine Kameraden der Oakland Stompers mussten in weißen Fußballschuhen spielen, Unentschieden wurden abgeschafft und durch ein „Shoot-Out“ ersetzt. Auch Enders‘ Familiengeschichte wird aufgerollt. Seine Frau Christine begann beruflich in der Filmbranche. Sie erlebte bei einer Synchronisation eine übelst gelaunte Romy Schneider, die mit dem Aschenbecher nach ihrem Mann Harry Meyen warf und ihn verfehlte. Alle drei Enders-Kinder waren höchst sportlich im Fußball (Robert) sowie Turnen und Schwimmen (Linda und Viola). Natürich werden auch Enders` drei Trainer-Stationen (Arminia Bielefeld, B-Jugend-Westfalenliga, SC Herford, Oberliga, und SuS Vlotho-Winterberg, Landesliga) beleuchtet.

Es ist ein Buch von 140 Seiten und 23 Kapiteln im Din A 4-Format entstanden, das rund 200 Fotos enthält. Die Aufnahmen sind in Schwarz-Weiß gehalten; es gibt jedoch 20 Seiten mit Farbfotos. Die entstanden während einer Berlinfahrt von Hans-Ulrich Krause und Peter Enders. Beide spürten ehemaligen Wirkungsstätten Enders‘, u.a. im Wedding, nach. Zudem gab es Begegnungen mit Michael Preetz, Pal Dardai, Wolfgang Sidka, „Zecke“ Neuendorf, Uwe Witt, Peter Bentin, Gernot Rohr und dem früheren Box-Weltmeister Graziano Roccigiani.

Das Buch wird im Frühjahr nach einer Korrektur der ersten Auflage und mit zehn neuen Seiten zu
erwerben sein. Auskünfte dazu beim Autor.

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